Zefanias M. intervenierte 2019 am Berliner U-Bahnhof Hermannstraße, als Security einen Mann beleidigten, und wurde daraufhin von herbeigerufenen Polizist:innen brutal mit einer Kniefixierung im Nacken und weiterer Fixierung misshandelt, bis er sich übergeben musste und ohnmächtig wurde. Strafrechtlich wurden sowohl das Verfahren gegen ihn als auch das wegen Körperverletzung im Amt gegen einen Beamten eingestellt; nun verklagt er das Land Berlin auf 10.000 Euro Schmerzensgeld. Brisant ist, dass BVG-Videoaufnahmen des Vorfalls 15 Minuten fehlen und vor Gericht nur unzureichend berücksichtigt worden sein sollen, während die Kniefixierung offiziell nicht Teil der polizeilichen Ausbildung ist.
Die Kampagne „Polizei im Nacken“ kritisiert die Kniefixierung als lebensgefährliche, unkontrollierbare Praxis, von der vor allem rassifizierte, arme, obdachlose und psychisch kranke Menschen betroffen sind, und fordert ein Verbot.
zum Artikel: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1187242.polizeigewalt-berlin-polizei-im-nacken-kann-toedlich-enden.html
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Zefanias M. sagte während der Fixierung: er glaube, er ersticke – der Beamte soll geantwortet haben: „Hoffentlich.“
„Eine Kniefixierung ist eine unkontrollierbare Waffe.“
(Lea, Kampagne »Polizei im Nacken«)
